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Waiting for the great leap forwards.

Alte Helden, neue Alben

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Dafür, dass ich seit mindestens 20 Jahren hoffnungloser Musikjunkie bin, werden in diesem Blog viel zu selten Platten vorgestellt. Jetzt habe ich mich aber endlich noch mal aufgerafft und präsentiere kurz und bündig: Neues Material* von Leuten und Bands, die schon ganz lange meine musikalischen Wegbegleiter sind.

Bohren Und Der Club Of Gore: Piano Nights (Play It Again Sam/Rough Trade)

Kommen aus dem Pott. Waren mal eine Metal/HC-Band, widmen sich aber seit geraumer Zeit einem Genre, das Szene und Fachpresse korrekterweise als gelungenen Mix aus Cool-, Doom- und Horror-Jazz bezeichnen. Applaus! Gruselig ist hier höchstens das (hoffentlich nicht ernst gemeinte) Cover. Grandiose, atmosphärische Musik in Slow-Motion, düstere Tiefenentspannung garantiert. Bester Output der Mülheimer seit “Black Earth”.

The Dead Brothers: The Black Moose (Voodoo Rhythm/Cargo Records)

Kommen aus der Schweiz. Zelebrieren eine gelungene Melange aus Balkan, Blues, Chanson, Country, Garage, Punk und Rockabilly. Polyglott, schräg – und durch die Bank wunderbar. “The Black Moose” ist nicht ganz so gelungen wie der Vorgänger “Fifth Sin-Phonie”, gehört aber trotzdem in jeden gut sortierte Sammlung.

The Decemberists: What A Terrible World, What A Beautiful World (Rough Trade/Beggars Group/Indigo)

Kommen aus den USofA und sind international bereits dermaßen durchgestartet, dass sie eigentlich keine Werbung mehr in Blogs brauchen. Ich empfehle sie trotzdem gern, da Colin Meloy & Anhang bereits vor vielen Jahren in Berlin mein Herz gewonnen haben. Album #7 ist folkig, poppig, opulent – und punktet bei mir vor allem in den Momenten, wo sich die Truppe eher reduziert/akustisch präsentiert (“Carolina Low”, “Better Not Wake The Baby”).

Olli Schulz: Feeling aus der Asche (Trocadero/Indigo)

Kommt aus der Hansestadt H, ist mir durch das B.A.-/Grand-Hotel-Universum seit Ewigkeiten bekannt (“Wohnzimmerkonzert in Unterhose, ey!”) und konnte mich kürzlich bei einem fast 3-stündigen Entertainment-Abend in Köln wiederum völlig überzeugen. Die großen Hits heißen hier “So muss es beginnen”, “Als Musik noch richtig groß war” und “Boogie Man”. Auch der Title-Track kann viel, wenn man das leicht nervige Outro abzieht.

Sparfüchse stürzen sich jetzt auf Youtube oder Spotify, der Rest bestellt gefälligst sofort die Lakritzpizzen mit Digitalbonus, echt jetzt.

*Jaja. Ein paar der Scheiben sind schon seit Monaten auf dem Markt. Point taken.

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