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Waiting for the great leap forwards.

Macht hoch die Tür: Ideen für den Weltflüchtlingstag und darüber hinaus.

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Letztes Jahr im Oktober hatte ich ein interessantes, längst überfälliges Gespräch mit einer politisch interessierten Freundin, dessen Fazit ungefähr so lautete: Als antirassistisch / humanistisch / sozialistisch (das genaue Label ist egal) gesinnter Mensch regt man sich zwar (hoffentlich) seit Dekaden über die Flüchtlings”politik” der EU bzw. den deutschen Asyl”kompromiss” auf. Man geht gegen Nazis, Pediga & Co. auf die Straße. Man kotzt im Netz über rückwärtsgewandte Spinner ab.

Das Engagement für Flüchtlinge in der Nachbarschaft kommt dabei aber oft zu kurz. Dabei können diese Menschen Unterstützung sehr gut gebrauchen: Bei Behörden- und Arztterminen, bei Deutschkursen, beim Organisieren von Fahrrädern, Klamotten oder Laptops; beim Auszug aus den oft unkomfortablen, überfüllten Interimsunterkünften.

Falls ihr den neuen Nachbarn aus Syrien, Eritrea und anderen Krisenregionen zeigen wollt, dass sie in einem der reichsten Länder der Welt willkommen sind und (unabhängig von arg bescheidenen staatlichen Angeboten) Hilfe erwarten können, ist der World Refugee Day am 20. Juni eine perfekte Gelegenheit.

Unpraktischerweise werde ich ausgerechnet an diesem Datum fernab der Zivilisation in der italienischen Pampa weilen. Aber erstens bin ich vorher und nachher in Aktion. Und zweitens ist dieser Post vor allem dazu da, neue Unterstützer in Sachen Refugee-Support zu gewinnen. Smiley.

Für Köln sind bereits eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant. Ihr könntet zum Beispiel das BarCamp Willkommenskultur besuchen – oder eine der zahlreichen Einrichtungen, die sich am #türauf-Projekt beteiligen. Vielleicht wollt ihr auch selbst eine kleine Aktion starten? Oder erst mal nur mit einer Flüchtlingsinitiative in der Nachbarschaft Kontakt aufnehmen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Es wäre schön, wenn ihr am 20. Juni ganz konkret Flagge für Flüchtlinge zeigen würdet. Natürlich antinational (noch ein Smiley).

NGOs wie Pro Asyl und Politkünstler wie das Zentrum für Politische Schönheit freuen sich ansonsten über Spenden. Und ihr dürft auch gerne die ein oder andere Petition unterschreiben.

Was immer ihr auch tut: Bemüht euch um persönlichen Kontakt zu den Flüchtlingen. Dann werdet ihr nicht nur deren Situation besser verstehen, sondern auch von den oft unglaublichen Geschichten dieser Menschen beeindruckt sein. Und von ihrem Mut. Und von ihren Skills. Und von ihren exotischen Kochkünsten.

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