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Waiting for the great leap forwards.

Take cover (2)

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Wenn man eine Blog-Reihe startet, dann muss man sie auch fortsetzen. In diesem Fall hat das leider acht Monate gedauert. Hier sind nun aber: fünf weitere hörenswerte Tracks aus meiner Cover-Song-Kollektion. Yeah!

Paja Rocky: Beds Are Burning

Neuinterpretationen fürs Piano finde ich ja immer besonders gut, weil ich sie direkt ausprobieren kann. Paja Rockys Version des Down-Under-Klassikers „Beds Are Burning“ (Midnight Oil) verdichtet das Original aufs Wesentliche, ist clever arrangiert und kommt mit einer Spielzeit von weniger als zwei Minuten hin. Ein schöner Track, der freilich auf den ziemlich eindringlichen Polit-Text verzichten muss, in dem Peter Garrett & Co. Ende der 1980er die Vertreibung der Pintupi thematisierten.

The Blue Stingrays: Goldfinger

Wir bleiben fürs Erste im Instrumental-Bereich: Selten klang ein James-Bond-Hit so gut wie bei den Blue Stingrays, die John Barry in die Brandung des Pazifiks geschickt haben. „Goldfinger“ im Surf-Stil – das kann ich mir jeden Tag anhören. Hinter den blauen Stachelrochen verstecken sich übrigens die Heartbreakers, also die Backing-Band von Tom Petty.

Discount: Waiting For The Great Leap Forwards

Ein bisschen konventionell, aber sehr energiegeladen und mitreißend ist diese Verneigung der Florida-Punks von Discount vor ihrem englischen Seelenverwandten Billy Bragg. Die Band fand den Mann damals (Ende der 90er) so gut, dass sie gleich eine ganze EP bzw. Split-LP mit BB-Cover-Songs aufnahm. „Waiting For The Great Leap Forwards“ gefällt mir am besten. Und natürlich ist der (Original-)Song auch Namensgeber dieses Blogs. Ach so: Am Mikro stand hier die junge Alison Mossheart, die später noch mit The Kills und The Dead Weather (feat. Jack White) Karriere machen sollte.

Snuff: On The Outside

Nach dem tragischen Tod von Tony Sly im Sommer 2012 nahmen eine ganze Reihe von Bands und Interpreten No Use For A Name-Songs für eine Tribute-Compilation auf. Das Ergebnis war durchwachsen. Ganz groß ist aber auf jeden Fall die „On The Outside“-Version von Snuff. Die englischen Soul-Punks haben das Original (gut geschrieben, aber leicht verkitscht und im langweiligen Melodycore-Stil aufgenommen) nämlich kurzerhand in eine Latin-Version (tanzbar, verspielt, gänzlich unpeinlich) verwandelt. My heart is stuck with you.

The Chromatics: Into The Black

Grundsätzlich bin ich kein großer Fan der Synthie-Pop-Truppe aus Portland. Die Songs und Alben, die ich kenne, mäandern und wabern mir en gros viel zu uninspiriert durch die Gegend. Der Opener des 2012-Werks „Kill For Love“ hat mich dann aber doch gepackt. „Into The Black“ ist eine wunderbar entrückte Neil-Young-Adaption („Hey Hey, My My“), die ganz geschmeidig ins Ohr läuft. Mit Rock ‚N‘ Roll hat das natürlich nichts zu tun.

Und damit sind wir auch schon wieder durch. Teil 3 folgt. Hoffentlich nicht erst in acht Monaten. :-)

Zu Teil 1 geht’s hier.

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