lxplm.

Waiting for the great leap forwards.

17. Januar 2018
von Alexander Plaum
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Kleines Update der lxplm-Website, Social-Media-Reduktion und Pläne für 2018

Hallo und frohes Neues!

Zum Jahreswechsel habe ich in meinem digitalen Zuhause ein paar Änderungen vorgenommen, über die ich euch flott informieren möchte.

Zunächst mal habe ich an dieser Seite geschraubt:

  • WP-Installation, -Theme und -Plugins sind nun wieder ganz frisch und safe.
  • Das Portfolio mit externem Geschreibsel – Rubrik „Anderswo“ – ist ebenfalls aktualisiert (und ein wenig entrümpelt).
  • Außerdem verfügt lxplm.net nun über noch mehr coole Header-Fotos. Einfach ein paar Mal auf den Refresh-Knopf drücken. Das schönt auch die Statistik. :-)

Nach der Website-Bastelübung habe ich eine Social-Media-Grübelstunde eingelegt und festgestellt, dass mich die Nutzung einiger Plattformen (bzw. das Aufrechterhalten von Accounts) in letzter Zeit eher genervt als bereichert hat. Daraus habe ich dann schnell Konsequenzen gezogen:

  • Mein Xing-Account ist Geschichte. Berufliches Networking regele ich fortan nur noch über LinkedIn.
  • Mein Ello-Account ist ebenfalls (ersatzlos) gelöscht.
  • Mein (schon länger im Privatmodus betriebener) Facebook-Account kommt auf die Reservebank: Ich werde noch weniger posten/kommentieren/teilen/liken, einige Veranstaltungsfeatures und den Messenger-Dienst allerdings weiterhin nutzen und persönliche Tags nicht ignorieren.
  • Twitter ist und bleibt ein Hauptkanal (für alle möglichen Themen) – aber auch hier möchte ich die Frequenz meiner Posts runterfahren.

Ingesamt geht’s mir darum, reduzierter und entspannter zu kommunizieren. Ich kann eh nicht alle relevanten Themen verfolgen. Und meine Kommentare dürften am Ende des Tages auch nicht soo viele Leute da draußen interessieren. Meine Freund*innen, Kolleg*innen und Social-Media-Homies dürften hingegen längst wissen, was ich cool und was ich scheiße finde.

Was für 2018 nun noch ansteht: Nix Besonderes. Aber vielleicht finde ich ja zwischendurch die Zeit, ein paar nette, halbwegs gehaltvolle Blog-Posts rauszuhauen. Ich habe hier noch tonnenweise Fotos, Playlists, Rezensionsschnipsel, eilig notierte Anekdoten und unvollständige Rants rumfliegen. On va voir.

22. November 2017
von Alexander Plaum
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Der Humor meiner Tochter

a_und_a_2017Dieser Blog-Post ist recht privat, weswegen ich eine Weile gezögert habe, ihn zu veröffentlichen. Da ich meine Tochter aber nicht namentlich erwähne und die gleich folgenden Anekdoten auch nicht mit niedlichen Portraits und privaten Details dekoriert sind, geht das mit der Publikation wohl in Ordnung.

Ich glaube, dass der Beitrag einigen Leuten da draußen gut tun wird. Und zwar vor allem solchen Leuten, denen im Laufe ihres Lebens eine besonders schöne Art von Humor verlorengegangen ist: Der Humor von kleinen Kindern.

Ich habe wohl selbst eine Weile zu dieser Gruppe gehört – womit ich jetzt nicht die Gruppe der kleinen Kinder meine, deren Teil ich natürlich auch mal war, sondern die Gruppe jener Menschen, die sich eben aus dem Humor der Kindenmenschengruppe nicht so viel oder – seien wir ehrlich – de facto gar nichts macht.

Kitschig und süßlich und sentimental ist es doch, über die Scherze von Kindern zu lachen, und eine gute Pointe haben die ja auch in den seltensten Fällen. Bitterböse, meme-gespeiste Politsatire mit exakt kalkulierter Distanz zählt nicht zum Repertoire der kleinen Menschen, die ja noch lernen müssen, dass es eigentlich nicht viel zu lachen gibt. Und dass sich legitimer Humor daher bitte immer auch am System abarbeiten muss. Vor allem in Deutschland!

Alles Unsinn. Kinder sind lustig. Man kann und sollte mit ihnen lachen. Und wenn man selber welche hat, stellt sich das hoffentlich bald ganz automatisch ein. Ohne Anleitung. Ohne Humorkritik. Ganz unschuldig und deswegen ganz toll.

Die drei Scherze von A., aufgezeichnet im vergangenen Sommer, kurz vor und kurz nach ihrem zweiten Geburtstag:

1

Wir stehen im Park. Es grünt und blüht.
„Hallo Papa!“
„Hallo A.!“
A. kommt auf mich zu, kitzelt mich an beiden Händen, läuft dann lachend weg und ruft:
„Ameisen waren das!“

***

2

Wir sind in Italien im Urlaub und machen einen Ausflug. Es ist sehr heiß. Ich muss A. häufig tragen oder im Wagen schieben. Ich schwitze wie bescheuert und gönne mir deshalb am Strandbüdchen ein großes Bier. Obwohl wir erst frühen Nachmittag haben.
„Papa?“
„Ja?“
A. schaut mich missbilligend an:
Bier ist das, Papa! Kein Kinderbier!

***

3

Wir sind zuhause. Der Tag war lang und intensiv. Ich sehe, dass A. bereits vor sich hingähnt und sage: 
„Ich glaube, du gehst jetzt ins Bett.“
Blitzartig spring A. von meinem Schoß, greift sich ein Buch und einen Holzlöffel und ruft:
„Glaube ich nicht!“

Entwicklungspsychologen dürfen übrigens gerne erklären, ob es sich um bewusste Scherze oder zufällig gut remixte Repliken handelt. Mir ist das eigentlich egal. Denn A. und ich lachen ganz viel zusammen. In zehn Jahren werde ich sie fragen, ob sie sich an ihre ersten, durchaus soliden Gehversuche in Sachen Humor erinnert. Und ob sie inzwischen vielleicht Fan von Michael Herbig ist.

Dann wird sie nämlich enterbt, da verstehe ich keinen Spaß.

14. August 2017
von Alexander Plaum
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Pop & Politics: Neue Songs von Billy Bragg, Propagandhi und Kettcar

sleep_of_reason

The sleep of reason produces monsters.

Just als mitten im Sommer sämtliche Playlists durchgenudelt waren und die Streaming-Dienste der Welt mir scheinbar nichts (relevantes) Neues anbieten konnten, ploppten in meinem Browser ein paar erfreuliche Alerts hoch: Es gab frisches Material von alten Helden zu entdecken.

Beginnen wir mit dem Output von Billy Bragg. Der inzwischen recht bärtige Mann von der Insel zählt seit ca. 20 Jahren zu meinen Lieblingssongschreiben und hat mich selten enttäuscht. Nun, wenige Monate vor seinem 60. Geburtstag (der zufälligerweise mein 40. sein wird) hat er mit zwei Singles die Latte noch mal ganz hoch gelegt. In „The Sleep of Reason“ singt er zu herrlicher Garage-Blues-Schrubbel-Gitarre über den bedauernswerten politischen Zustand der anglo-amerikanischen bzw. westlichen Welt und das post-rationale Zeitalter, das wir letztlich alle zu verantworten haben. Im Country-Folk-Hit „King Tide and the Sunny Day Flood“ geht’s derweil um den real existierenden Klimawandel und seine sehr unangenehmen Konsequenzen. Die beste Textzeile (in „Sleep“) lautet übrigens: „The kids are alt right“ (ein Phänomen, dass sich natürlich auch hierzulande beobachten lässt). Jetzt aber endlich zu den Songs:

Ebenfalls taufrisch: Der ordentlich pustende Punk-HC-Metal-Stomper „Victory Lap“ von Propagandhi. Hierbei handelt es sich um einen Vorab-Track zum neuen, gleichnamigen Album der Kanadier, das Ende September erscheinen soll. Im Gegensatz zu Billy, der ja ein harmloser, freundlicher Sozialist ist, tendierte die Crew Winnipeg schon immer mehr in Richtung Anarchie, Veggie-Burger und erhobener Mittelfinger. Anno 2017 scheint sie wütender denn je zu sein. „Victory Lap“ ist jedenfalls eine harte Abrechnung mit Trumpland, Rechtsruck und der schieren Idiotie der Menschheit, wobei mich der Duktus von Sänger und Gitarrist Chris Hannah schon ein bisschen zucken lässt: Er bzw. das „lyrical I“ im Song ranted los über eine Gesellschaft, bei der Hopfen und Malz verloren ist und wendet sich schließlich – aus atheistischer Perspektive natürlich scherzhaft – an einen strafenden Gott, der (zu amtlichen Double-Bass-Geballer) aufräumen soll: „Stomp the citizens of our clown idiot dingbat society.“ Das finde ich schon ein bisschen stumpf. Aber vielleicht habe ich da auch etwas falsch interpretiert. Besser gefällt mir in jedem Fall die Zeile mit Ayn Rand und dem schwer verwundeten Markt-Fundamentalisten. Den kompletten Text könnt ihr hier nachlesen, und so klingt „Victory Lap“:

Der letzte neue Song, den ich hier vorstellen möchte, heißt „Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“ und stammt von der Hamburger Indie-Rock-Formation Kettcar. Die fand ich zwar musikalisch noch nie so toll – was nicht zuletzt an Marcus Wiebuschs monotonem Nuschelgesang liegt – in Sachen Haltung, Integrität und Cleverness darf sie aber als leuchtendes Vorbild gelten. Die Ende letzter Woche erschienene Comeback-Single (Album folgt im Oktober) überzeugt vor allem durch ihren vielschichtigen Text, der von Flüchtlingen, Fluchthelfern und deutschen Verhältnissen erzählt – und dabei eine Menge interessanter Fragen aufwirft. „Sommer ’89“ kommt übrigens absolut passend zur anstehenden Wahl, bei der ja auch Migrationsthemen eine Rolle spielen werden – und erklärte Ausländerfeinde mit soliden Wahlergebnissen rechnen dürfen. Und hier ist das Lied:

P.S.: Wow, schon der zweite Blog-Post dieses Jahr.

16. April 2017
von Alexander Plaum
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Endlich. Ein Update. Aus Königswinter.

bonn_ubahn

To-Do-Liste hin, Zeitmangel her: Irgendwann muss man mal einen neuen Beitrag für sein Blog schreiben, sonst kann man das Ding auch abschalten. Das dachte ich mir in den letzten Monaten ca. 97 mal. Jetzt habe ich mich tatsächlich mal auf den Hintern gesetzt und ein paar Zeilen geschrieben.

Seit dem letzten Eintrag ist eine Menge Zeit vergangen, in der eine Menge beschämende Dinge passiert sind: Brexit, Trump-Land, Sultan Erdogan, AfD-Aufstieg, mehr Abschottung, mehr Ignoranz, mehr staatlicher und nicht-staatlicher Terror, man kommt kaum mit.

All diese Dinge ignoriere ich heute aber. Und liefere stattdessen ein kurzes persönliches Update. Für all die netten Menschen, die ich (leider) nur noch selten sehe, und die zwischendurch auf allen möglichen Kanälen fragen: Was machst du eigentlich gerade so?

Wer sich dafür nicht interessiert, kann diesen Beitrag gerne überspringen. Für den Rest geht es weiter mit dem allerwichtigsten Thema: Meine Tochter.

Tatsächlich wird sie in wenigen Monaten schon zwei Jahre alt, und ich bin weiterhin enorm verliebt und fasziniert. Unglaublich, wie aufweckt und freundlich mein Mädchen ist. Unglaublich, wie souverän sie die Welt erkundet, mit Mensch und Tier auf allerniedlichste sowie erstaunlich effektive Weise kommuniziert – und jedes Fitzelchen Input (und Nahrung) gierig aufsaugt. Unglaublich auch, dass die Kleine seit einigen Wochen nun auch durchschläft – jedenfalls hin und wieder. Eine achtstündige Nachtruhe, das kannte ich schon gar nicht mehr. Danach fühlt man sich ja wie ein junger Gott! Die Energie ist allerdings schnell aufgebraucht, wenn die Tagesmutter mal wieder eine Woche ausfällt, und man als berufstätiges Paar kurzerhand 7×12 Stunden private Kükenbetreuung organisieren muss. Wobei wir zusätzlich ja noch dieses klitzekleine Wohnprojekt mit Riesenbaustelle haben, was mich gleich zum nächsten Thema bringt:

Der in diesem Blog schon erwähnte Malteserhof in Römlinghoven/Königswinter ist wunderschön (gerade jetzt im Frühling!), die dort bereits heimischen Wohnprojektparteien – zu denen wir seit Ende September zählen – verstehen sich ziemlich gut. Aber, aber: Die Umbau- und Renovierungsarbeiten kommen doch eher schleppend voran.

Nein, das wird sicher kein Super-GAU à la Berliner Flughafen, nicht mal eine verdammte Bau-Odyssee wie bei der Elbphilharmonie. Aber es wird noch eine ganze Weile anstrengend bleiben. Volle Transparenz: Eigentlich wollten wir im Oktober 2016 unsere fertige Hütte beziehen, dann war Weihnachten angepeilt – und nun werden wir wohl den Termin Ostern 2017 um mindestens drei Wochen verfehlen. Und wohnen weiterhin in einer zwar gemütlichen, aber doch sehr vollstellten Interimsbude mit Matratzen auf dem Boden. Laut Architekt sind wir aber auf der Zielgeraden. :-)

Immerhin: Jobtechnisch läuft momentan alles sehr smooth, und das obwohl (oder weil?) ich nochmals eine etwas andere Richtung eingeschlagen habe. Nachdem meine Programmstelle für das INTERACTIVE Festival 2016 ausgelaufen und einige kleinere Projekte abgeschlossen waren, bin ich Ende 2016 als „fester Freier“ zu DW Innovation in Bonn bzw. Berlin gewechselt. Und da gefällt’s mir ausgesprochen gut. „Technology to tell big stories better“ lautet das Credo (mit dem ich mich gerne identifiziere), das ebenso sympathische wie kompetente Team sieht so aus, und das hier ist meine erste berufliche Großbaustelle (auf der es allerdings sehr geordnet zugeht). Wer wissen möchte, was die „Innos“ sonst noch so in Petto haben, kann das u.a. in diesem von yours truly verfassten Year in Review Post nachlesen.

Um meine Kräfte etwas zu schonen, habe ich den Dozentenjob bei der Macromedia in Köln zum Ende des Wintersemesters übrigens erst mal an den Nagel gehängt. Bei O’Reilly bin ich aber (selbstverständlich!) weiterhin als Blogger an Bord. Dort gibt es in Kürze ein Jubiläum zu feiern.

Ansonsten möchte ich noch ein (inzwischen abgeschlossenes) Projekt erwähnen, das mich vor allem letzten Herbst und Winter stärker beschäftigt hat: Für den Verband alleinerziehender Mütter und Väter NRW (VAMV NRW) war ich Co-Konzepter und -Autor eines Workbooks mit dem Titel #VernetztEuch. Worum’s im Detail geht, könnt ihr auf dieser Seite nachschauen. Dort könnt ihr das Buch auch kostenlos bestellen – falls ihr es denn tatsächlich braucht, weil ihr alleinerziehend seid. Ich bin es zum Glück (noch) nicht.

Das erinnert mich wiederum daran, zum Schluss meiner fantastischen Partnerin zu danken, ohne die ich den ganzen erwähnten Krempel mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf die Pfanne bekommen hätte: Mille grazie, liebe C.K. – und auf mindestens zehn weitere gemeinsame Jahre! :-)

Ende des Updates. Das nächste kommt hoffentlich schneller.

Ich wünsche euch allen einen schönen Frühling. Bleibt kritisch, menschlich, positiv. Lasst euch nicht einlullen von Schulz-Effekt und Pulse of Europe. Grillt mehr Tofuwürstchen. Und kauft kein Vinyl am Record Store Day!

22. April 2016
von Alexander Plaum
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Vergessener Geburtstag, vernachlässigte Themen, verwunschener Schlaf

sleeping_beauty

Liebes Weblog,

bereits am 1. April 2016 hast du deinen zweiten Geburtstag gefeiert. Im Stillen. Es ist mir nämlich nicht gelungen, an diesem Tag einen Post zu veröffentlichen. Deswegen zunächst: Pardon. Und: Alles Gute Nachträglich! Deine Reichweite ist zwar klein, aber ich mag dich, du hast ein paar treue Leser, und fully responsive bist du auch.

Mein Desinteresse an dir lässt tief blicken. Zumal es so viele relevante Themen gibt, über die ich schreiben könnte.

Zum Beispiel die neue Krise Europas, das sich – nicht zuletzt von deutscher Austeritätspolitik getrieben – ökonomisch nachhaltig ruiniert und moralisch sowieso auf einen Bankrott zusteuert. Nach einem kurzen Aufflackern der Humanität – erstaunlicherweise ebenfalls made in Germany – zuckt der alte Kontinent nun selbstgefällig mit den Schultern, riegelt seine Grenzen noch drastischer ab, betreibt Ekeldiplomatie mit Despoten und überlässt Menschen in größter Not ihrem Schicksal. Das Verrückte dabei: Man hat gleichzeitig ein massives Demografieproblem und im obersten Dezil Geld wie Heu. Außerdem – und das ist noch wahnsinniger: man beherbergt eine wachsende Zahl verwirrter oder eiskalt berechender Hassmenschen, die das gesamte Trauerspiel als sozialistisch-grün-versifften Linksruck werten.

Und dann gibt es da die rasante Entwicklung in den Bereichen KI und Automatisierung. Fortschrittliche Informatiker, Ingenieure und Wirtschaftsethiker fordern deswegen immer häufiger eine Entkopplung von Arbeit und Lohn bzw. eine Diskussion über die verschiedenen Spielarten der Grundsicherung  – wovon sich der ökonomische Mainstream allerdings kaum beeindrucken lässt. Der schwört (im Kern) weiter auf das „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“-Prinzip. Notfalls müssen halt Flaschen eingebuddelt werden, und das ist noch die nette Variante. Derweil prostituieren und prekarisieren sich Kreativ-Freelancer in Scharen (yours truly ist nicht unschuldig), und die Share-Economy hat längst zum großen Ausverkauf geblasen. Does not compute.

Außerdem sind wieder spannende Platten und Bücher und Filme erschienen, immer mehr davon finanziert und vertrieben durch die global dann doch nicht so verkorkste Crowd.

Aber, aber, aber: Der aktuelle Mix aus familiären Pflichten und Wohnprojekt und Ehrenamt und neuen Jobs und einer Prise Rückschlagsport lässt mir fast gar keine Zeit mehr zum Schreiben. Meine Partnerin beschwert sich außerdem, dass ich „viel zuviel Zeit im Internet“ verbringe. Da könnte irgendwie was dran sein.

Deswegen wird dieser Post für eine ganze Weile der letzte sein. Das digitale Häuschen lxplm.net existiert natürlich weiter, und bei Twitter & Co. werde ich mich auch noch rumtreiben. Aber Du, liebes Blog, musst nun in eine Art Dornröschenschlaf verfallen.

Ich verspreche Dir, Dich beizeiten wieder sanft zu wecken.

Herzlich,
Dein Alex